Kommunikation

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Survival-Tipp #1 vom 06.04.2021

Um Kunden-Anforderungen zu guten Projektergebnissen zu führen, setzt Scrum auf ein Methodenrepertoire mit klaren Regeln und eine ausgeprägte Meetingkultur. Die verschiedenen Meetings sollen Mitarbeiter zu einer selbstständigen Planung und einer eigenständigen Ausführung von Aufgaben ermuntern. Ein schmaler Grat, denn zu viele Meetings können schnell die eigentliche Arbeit behindern.

 

Übrigens: Auf meinem YouTube-Kanal "Abenteuer Projekte" findest Du alle Survival-Tipps auch als Playlist.

Wer arbeitet aktuell woran? Was wurde bereits erledigt? Was steht als nächstes an? Welche Schwierigkeiten sind aufgetaucht? Welche Unterstützung wird benötigt? Mit diesen Fragen innerhalb von Teammeetings erhöht man das Wissen der einzelnen Mitstreiter umeinander. Scrum sorgt mit seiner ausgeprägten Meetingkultur dafür, dass sowohl das Miteinander des Teams als auch der fachliche Fortschritt innerhalb des Projektes durchgehend reflektiert und nach Verbesserungspotenzialen durchforstet werden. Veränderte Anforderungen vom Kunden werden nicht als unerwünschter Mehraufwand betrachtet, sondern als Qualitätsgewinn.

Alle Meetings sollten deshalb lösungsorientiert gestaltet werden. Statt ellenlanger Ursachenforschung liegt der Fokus immer darauf, was das Team beim nächsten Mal besser machen kann. Auftauchende Schwierigkeiten fängt das Team gemeinsam ab und unterstützt sich gegenseitig. Außerdem hat jedes Scrum Meeting eine vorgegebene Zeit, die nicht überschritten wird. Das erzieht alle Teammitglieder oder beteiligte Zuhörer sich kurz zu fassen.

Einige Survival-Tipps:

  • Nutzt die Sprint-Planung, um die Anforderungen an den nächsten Sprint festzulegen und deren Komplexität abzuschätzen. Das hilft Euch als Team, die anstehenden Aufgaben untereinander aufzuteilen.
  • Informiert Euch untereinander im Daily Standup Meeting über den Arbeitsfortschritt seit dem Vortag. Vereinbart außerdem, was als nächstes ansteht und welche Probleme gelöst werden müssen.
  • Präsentiert Eure Arbeitsergebnisse dem Kunden bzw. Auftraggeber im sogenannten Sprint-Rückblick und holt Euch deren Feedback ein.
  • Beleuchtet im Sprint-Retrospektive selbstkritisch Eure Zusammenarbeit im vorangegangenen Sprint. Klärt gemeinsam, was sich bewährt hat und wie die Zusammenarbeit künftig noch besser werden kann.
  • Verzichtet in Euren Meetings auf Schuldzuweisungen und Rechtfertigungen. Sucht nach Lösungen, nicht nach Schuldigen.

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