Strategie

The Best of Both

Podcast #119 vom 16.03.2022

Jens Bohlen ist ein bekennender Fan agiler Methoden. Er schätzt es, wenn hochmotivierte Fachleute in iterativen Sprints IT-Lösungen entwickeln. Gleichzeitig ist er aber auch ihr größter Kritiker, weil diese Leute seiner Ansicht nach mit Qualität, Zeit und Kosten oft schludrig umgehen. Ich habe mit Jens Bohlen im „Interview der Woche“ darüber gesprochen, wie man klare Business-Ziele und feste Terminvorgaben mit agilen Arbeitsweisen vereinbaren kann.

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Wichtige Kernaussagen

  • Wenn das Ziel relativ unscharf ist, kommt die Stärke agiler Methoden besonders zur Geltung. Um die Erwartungshaltung relativ scharf zu definieren, bieten sich Epics und User Stories an. Sie machen die Dinge greifbarer – zumindest in einem gewissen Rahmen.
  • In der täglichen Projektarbeit können Kanban-Boards oder Burndown-Charts den Projektfortschritt für alle Beteiligten sichtbar machen. Das sorgt für Transparenz und wirkt gleichzeitig motivierend.
  • Die klare Fokussierung auf Liefergegenstände und Termine, was gemeinhin schnell als „Wasserfall-Methodik“ abgetan wird, ist und bleibt in Projekten wichtig, unabhängig von der gewählten Methodik (klassisch oder agil).
  • Die fehlende Rolle eines Projektleiters sieht Jens Bohlen als Fehler in der (Scrum) Methodik. Wichtige Aufgaben liegen brach, wenn das Projekt nur auf den Schultern von Product Ownern und Scrum Mastern durchgeführt wird.
  • Verträge werden von agilen Gurus gerne mit hochgezogenen Augenbraunen kommentiert. Jens Bohlen kann sich dagegen kein Kundenprojekt vorstellen, in dem Verträge nicht die Zusammenarbeit, Liefergegenstände und Termine regeln.

Zur Person

Jens Bohlen ist Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der BLUEROPE Consult GmbH. Zuvor war er mehr als 27 Jahre in verschiedenen Führungspositionen von Konzernen und mittelständischen Unternehmen in der IT Industrie tätig – mit Kunden in der Finanzdienstleistungsbranche, im Handel, in der IT und Automobilindustrie.

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