Strategie

Böse Überraschungen

Podcast #110 vom 26.11.2021

Vor Risiken verschließt man gerne die Augen. Das gilt für große Projekte, in denen die Beteiligten selbst offensichtliche Risiken gerne einfach nicht wahrhaben wollen. Und umso mehr gilt es für kleinere Projekte: »Das wird schon hinhauen«, lautet hier meistens die Devise. Ein Fehler! Projektrisiken verschwinden nicht, nur weil wir uns weigern, sie zur Kenntnis zu nehmen. In der heutigen Sendung geht es deshalb um die Frage, wie man Risiken im Projekt entdeckt.

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Wichtige Kernaussagen

  • Betriebsstörungen, Feuer, Lieferantenpleiten, Sabotage – die Gefahren, die einem Projekt zum Verhängnis werden können, sind vielfältig. Die meisten Projektleiter halten es für unrealistisch, dass ein solches Ereignis eintritt. Kommt es dann doch dazu, sind sie weder darauf vorbereitet noch in der Lage, einen Notfallplan aus der Schublade zu ziehen.
  • Für das Aufspüren der Risiken kann das Magische Dreieck eine gute Hilfe sein. Letztlich betreffen die Risiken eines Projekts immer die drei Zielgrößen Umfang, Ressourcen und Termine. Jedes Projekt birgt – in unterschiedlichem Ausmaß – drei grundsätzliche Risiken – ein Qualitätsrisiko, ein Kostenrisiko und ein Terminrisiko.
  • Jedes gute Risikomanagement beginnt mit einer möglichst vollständigen Sammlung der bestehenden Risiken. Es empfiehlt sich, die Projektmitarbeiter zusammenzurufen und gemeinsam zu erörtern, welche Risiken das Projekt ernsthaft gefährden könnten.

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  • Nun sollten wir gleich zum zweiten Schritt übergehen: die Risiken bewerten. Nicht alle Risiken wirken sich gleichermaßen negativ auf das Projekt aus. Ziel der Risikobewertung ist es, die wirklich bedrohlichen Risiken zu identifizieren, um sich dann auf diese konzentrieren zu können.
  • Nun geht es also darum, aktiv zu werden. Die möglichen Maßnahmen lassen sich in zwei Kategorien einteilen: präventive und korrektive Maßnahmen. Präventive Maßnahmen wirken vorbeugend. Sie sollen dafür sorgen, dass das Risiko gar nicht erst eintritt. Korrektive Maßnahmen werden ergriffen, wenn das Risiko bereits eingetreten ist. Sie bekämpfen nicht die Ursache, sondern sollen den Schaden reduzieren.