Teams

Teamentwicklung in der Pandemie

Podcast #70 vom 15.01.2021

Zu Beginn des Jahres 2021 steckte Deutschland kollektiv im zweiten Lockdown. Soll man sich in einer solchen Situation, in der alles ohnehin total schwierig ist, um Teamentwicklung kümmern? Im Frühjahr, während des ersten Lockdowns, habe ich noch gesagt: „Augen zu und durch.“ Aber im zweiten Lockdown? Als uns noch einige schwierige Monate bevorstanden? Damals war mir klar, dass Teamentwicklung nicht nur wichtig war, es war ein absolutes MUSS.

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Wichtige Kernaussagen

  • Mit dem Virus rückte in viele Geschäftsfelder außerhalb der Produktion eine virtuelle Arbeitswelt in den Vordergrund. Daraus leiten sich neue Formen der Zusammenarbeit ab. Und ich gehe davon aus, dass uns zumindest Teile davon auch nach der Corona-Pandemie noch erhalten bleiben.
  • Gerade in Zeiten ohne persönlichen Kontakt, ist es wichtig das Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken. Für den Projektleiter ist es wichtig, dass sich alle Teammitglieder weiter als wichtigen Bestandteil des Projektes sehen. Nur dann kann in einer neuen Arbeitsumgebung auch wieder die Eigendynamik entstehen, die ein echtes Teamwork ausmacht und das Projekt entscheidend voranbringen.
  • Auch virtuelle Teams können Top Ergebnisse abliefern, wenn sie in einer Atmosphäre gegenseitiger Wertschätzung reibungslos zusammenarbeiten. Gute Gründe also, sich einmal ein paar Gedanken darüber zu machen, wie Teamentwicklung in einem virtuellen Team gelingen kann.
  • In der Orientierungsphase – auch Forming genannt – findet das erste Zusammenkommen der Teammitglieder statt. Dabei bringt jeder Einzelne seine Erwartungen und Einstellungen langsam mit ein. Das Team versucht sich auf eine höfliche und eher unpersönliche Art und Weise besser kennenzulernen.
  • Die zweite Teamphase Storming wird auch Nahkampfphase genannt. Teammitglieder kommen sich hier sowohl auf positive, als auch auf negative Art und Weise allmählich näher. Es entstehen Konflikte und Spannungen innerhalb des Teams, erste Probleme der Zusammenarbeit stellen sich jetzt klar heraus.
  • Nachdem die bedeutendsten Konflikte gelöst wurden, zeichnet sich die Organisationsphase Norming vor allem durch Geschlossenheit, Gruppenzusammenhalt und Gemeinschaft aus. Erstmals entsteht ein Miteinander, die Teammitglieder orientieren sich mehr am Team als an sich selbst. Das Team ist dadurch besser in der Lage, die Zusammenarbeit zu organisieren.
  • Die Hochleistungsphase Performing zeichnet sich vor allem durch Produktivität, Effizienz und Selbstständigkeit aus. Das Team kann nun gemeinsam Leistungen erbringen, die mehr sind als die Summe der Einzelleistungen. Dabei stellt sich die Frage, auf welchem Weg am effektivsten das gemeinsame Ziel erreicht werden kann.
  • Die Kenntnis dieser vier Phasen hilft Euch dabei, den aktuellen Stand Eures Teams einzuschätzen und dabei zu unterstützen, zielgerichtet in die nächste Phase zu gelangen. Denn erst in der vierten Phase – dem Performing – ist der Teamgeist vollständig entwickelt und das Team arbeitsfähig.

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