Führung

Führen heißt Entscheidungen treffen

Podcast #76 vom 27.02.2021

Im Arbeitsalltag müssen wir fast täglich Entscheidungen treffen – ganz egal, welchen Beruf wir haben. Aber gerade in Projekten müssen wir überdurchschnittlich viele wichtige Entscheidungen treffen, weil wir in Projekten oft Neuland betreten. Manchmal sind es große und einschneidende Entscheidungen, manchmal aber nur kleinere Weichenstellungen. Aber wie es der Name schon verrät: auch diese kleinen Weichenstellungen sind richtungsweisend. Wie also kann man gute Entscheidungen treffen und herbeiführen?

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Wichtige Kernaussagen

  • Entscheiden heißt verzichten. Wenn wir zwei Alternativen haben, dann entscheiden wir uns meist für die eine Alternative und verzichten darauf, die zweite Alternative in Erwägung zu ziehen. Doch dabei geht es nicht nur um das Verzichten, sondern es geht auch um ein Risiko – nämlich falsch zu liegen. Wir könnten uns für das Falsche entscheiden und auf das Richtige verzichten. Dieses Dilemma macht das Entscheiden so schwierig.
  • Trotz dieses Dilemmas gehört es zu den ganz wesentlichen Aufgaben des Projektleiters, Entscheidungen zu treffen. Und zwar so, dass die Betroffenen bereit sind, den Entscheidungen auch zu folgen. Das setzt zuallererst voraus, dass Ihr als Projektleiter ein klares Verständnis davon habt, was Ihr entscheiden müsst.
  • Weil manche Projektleiter als Experten gerne Micro-Management betreiben, werden Entscheidungen auf der eigentlichen Führungsebene gar nicht mehr oder nur sehr verzögert getroffen. Obwohl sich also viel bewegt im Maschinenraum, ist die Brücke verwaist und das Schiff treibt mehr oder weniger ziellos umher..
  • Der erste wichtige Schritt, um gute Entscheidungen zu treffen, erfordert von uns, dass wir erkennen, auf welcher Ebene wir als Projektleiter arbeiten und entscheiden müssen, und auf welcher Ebene wir unsere Experten arbeiten und entscheiden lassen.
  • Entscheidungen werden dann richtig gut, wenn wir sie sorgfältig vorbereiten. Es gilt zunächst, das Problem präzise zu benennen und die Anforderungen an eine mögliche Lösung zu definieren. Dann müssen alle möglichen Alternativen identifiziert und deren Vor- und Nachteile abgewogen werden. Dann gilt es, eine Entscheidung zu treffen und sie konsequent in die Tat umzusetzen.
  • Vergesst nicht das Follow-Up: So motiviert Eure Leute vielleicht auch mit der Umsetzung beginnen, irgendwann kommt Euch der Alltag in die Quere – ganz schnell sind andere Dinge plötzlich wichtiger. Wenn Ihr die Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen nicht konsequent nachverfolgt, bleibt Ihr wahrscheinlich auf halbem Wege in der Umsetzung stecken.

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